Dienstag, 10. Oktober 2017

Remexan

# 55 Rezension zu "Remexan - der Mann ohne Schlaf" von Thomas Kowa

Bild von Amazon


Taschenbuch: 664 Seiten
Verlag: Dp Digital Publishers Gmbh
ISBN-13: 978-3960879992

✭✭✭✭✭


Thomas Kowa beweist, dass er nicht nur witzig schreiben kann (Bspw.: Mein Leben mit Anna von IKEA), sondern auch brutal und spannend.


Cover

Das Cover ist einfach unschlagbar.. Man erkennt sofort, dass es sich um ein Medikament handelt, bei dem etwas nicht koscha ist... Hier dargestellt als Medikament, welches mit Blut befleckt ist. Wirklich klasse und auf den Punkt gebracht.


Klappentext:

Ein revolutionäres Medikament.
Ein Serienmörder, der seine Opfer verstümmelt wie Versuchsaffen.
Ein Wissenschaftler, der nicht die ganze Wahrheit erzählt.


Der Pharmakonzern GENEKNOV bringt mit „Remexan" ein Medikament auf den Markt, das den täglichen Schlafbedarf auf eine einzige Stunde verkürzt. Inmitten einer sich unter dem Diktat der Effizienz rasant verändernden Welt versucht Kommissar Erik Lindberg, den brutalen Mord an einem ehemaligen GENEKNOV-CEO aufzuklären. Der Boss des Pharmakonzerns wurde wie ein Versuchstier mit offenem Schädel und applizierten Elektroden aufgefunden wurde. Waren es militante Tierschützer im Kampf gegen Tierversuche?
Auch der Mord an einer Prostituierten landet auf Lindbergs Schreibtisch, und als er herausfindet, dass sie an einer Remexan-Studie teilgenommen hat, scheinen beide Falle miteinander verbunden zu sein.

Verzweifelt über seine im Koma liegende Freundin und vom Bundespolizeichef unter Druck gesetzt, beginnt Lindberg Remexan selbst zu nehmen. Bald erkennt er, dass wichtige Forschungsergebnisse über das Medikament geheim gehalten werden…

Meinung:

Das war wirklich großes Kino! 
Ein merkwürdiges Medikament ohne Nebenwirkungen?! Geht sowas überhaupt? 
In wie weit ist Remexan wirklich Schuld am Tot der hier im Buch dargestellten Opfer?

Ich muss sagen, dass Buch hat mich sehr beeindruckt. Ich kannte bisher nur das Buch "Mein Leben mit Anna von IKEA" ... Ich habe wirklich etwas daran gezweifelt, ob jemand wirklich Thriller schreiben kann, der auch Komödien schreibt. Aber holla... Das macht der Herr Kowa wirklich spitze! Das Buch ist ultra spannend geschrieben. Es hat ziemlich kurze Kapitel, was mir sehr gut gefallen hat, denn dadurch brach die Spannung nie ab und man war quasi gezwungen weiter zu lesen. 
Die Charaktere, gerade Erik Lindberg, haben mir sehr gut gefallen. Sie waren, genau wie die Handlung, fantastisch gezeichnet. 
Die Folter bzw. die Verstümmelung der Opfer war schon teils etwas ekelig, also nicht unbedingt was für schwache Nerven, aber genau der richtige Stoff für einen Thriller. Der Schreibstil gefiel mir auch sehr, es war sehr flüssig zu lesen. Und der trockene Humor, gerade am Ende des Buches hat mir den Thriller noch so richtig versüßt. Ich habe Tränen gelacht.. 

Ich möchte natürlich nicht spoilern, jedoch muss ich sagen, dass ich bei der Stelle, als sich das Drama um Lindberg und seine Freundin, die ja sowieso schon im Koma lag, quasi wiederholt hat, nur dieses Mal nicht mit Feuer sondern mit Wasser musste ich fast heulen. Das war sehr schockierend..
Was mir auch besonders gut gefallen hat war, die Verbindung zu einem alten Fall. Es gab bereits in der Vergangenheit ein Ereignis, welches aufgegriffen wurde und dann wieder präsent wurde. Denn ein alter Rivale ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und stiftet erneut Unruhe..und das nicht zu knapp. 

Lindberg wird eigentlich von alles Seiten unter Druck gesetzt.. auch weil er sich selbst Druck macht. Er ist nahe an der Verzweiflung sieht kaum noch Hoffnung. Und dann kommt es noch schlimmer, bevor es doch eine Besserung gibt. Er tat mir verdammt leid.. 

Fazit:

So genug gequasselt... ich denke man hat gemerkt, dass mich das Buch umgehauen hat und ich schwer begeistert bin. Das Buch kann ich an alle Thriller Fans wärmstens empfehlen!! Ich vergebe verdiente 5/5 Sternen... 

Dienstag, 26. September 2017

TOT

#54 Rezension zu "TOT" von Rob Blackland





Taschenbuch: 323 Seiten

Verlag: Independently published

ISBN-13: 978-1521138366


✮✮✩✩✩



Gute Idee, aber in meinen Augen nicht gut umgesetzt.



Cover:



Das Cover finde ich grandios. Und zusammen mit dem Klappentext auch der Grund, wieso es überhaupt mein Interesse geweckt hat.

Das Cover spiegelt den Titel absolut wider. Der Grabstein im Vordergrund ist vollkommen ausreichend, um das Interesse am Buch zu wecken.



Klappentext:



Das Leben ist ein ewiger Kampf. Tag für Tag. Die Zeit zieht vorbei ohne, dass man sie spürt. Rick kann nicht mehr und beschließt, diesem tristen Dasein ein Ende zu setzen. Das Arbeitsleben, der Alltag und das politische System zwingen ihn in die Knie. Die Sehnsucht nach dem Tod ist größer als alles andere. An einem Ort, den er noch aus seiner Kindheit kennt, führt er seine Tat aus. Doch es kommt alles anders, als er es sich vorstellt. Er taucht ein in eine neue Welt, die nicht zu beschreiben ist. Die Vorstellung, was nach dem Tod mit der Seele geschieht, zeigt sich dort in einer ungeheuerlichen Form. Auf Rick wartet das Grauen von seiner widerwärtigsten Seite. Ihm werden Dinge offenbart, die alles Erdenkliche in den Schatten stellen. Weitere Menschen überschreiten diese Schwelle, die ihnen zeigt, dass es noch lange nicht vorbei ist.



Meinung/Inhalt:



Ich habe das Buch nach mehreren Versuchen und Quälerei dann schlussendlich abgebrochen.

Zum einen, hat das Buch keine Kapitel, was ich im ersten Moment nicht schlimm fand. Doch beim Lesen, war es doch spürbar, dass Absätze nicht ausreichend sind. Da es um mehrere Charaktere geht, hätte man wenigstens den einzelnen Charakter als Kapitel kennzeichnen können. Es war dann doch teils verwirrend.

Auch sind sehr viele Fehler enthalten, die auf Dauer störend sind. Ich hatte auch teilweise das Gefühl, dass in den Zeiten gesprungen wurde… Entweder man schreibt komplett im Präsens, oder eben im Präteritum.

Die Idee, ein Buch über das Leben nach dem Tod zu schreiben, finde ich super. Denn niemand weiß was danach geschieht, oder ob es überhaupt ein DANACH gib?! Aber, wenn ich doch eine Idee in dem Bereich habe, dann sollte das Buch aber doch spannend sein! – Spannend, dramatisch, vielleicht düster. Oder man taucht in eine völlig andere Welt ein.

Das einzig spannende war, als Rick – der Hauptprotagonist – Selbstmord begangen hat.



Auch die Gesellschaft wird total schlecht dargestellt. Die Politik, das Geld, die Wirtschaft… Man verdiene nicht genug, alles ist manipulativ und nicht gerecht.

Rick scheint mit allem ein Problem zu haben, fällt in eine Depression und beendet schließlich sein Leben. Super! Er wechselt seine Arbeitsstellen wie seine Unterwäsche, ist mit nichts zufrieden, alles ist nicht so, wie er sich es vorgestellt hat.

Jetzt mal im Ernst?! Wenn man nicht gewillt ist, sich in die Gesellschaft einzufügen und Kompromisse zu finden, ja dann war es wohl gut, dass er sein Leben beendet hat. Nur nörgeln bringt nämlich nichts.. man muss sein Leben anpacken und nicht alles wollen, aber nichts dafür tun wollen.

Es kann auch sein, dass der Autor eine andere Absicht hatte, jedoch kam es bei mir so rüber. Demnach fand ich das Lesen auch mehr als anstrengend, mal noch vom Aufbau des Buches abgesehen.



Fazit:



Tja, was soll ich sagen. Wir haben definitiv nicht zusammengepasst. Soll ja bekanntlich auch mal vorkommen. Ich habe dem Buch noch 2 Sterne gegeben, da mir das Cover unheimlich gut gefällt und auch der Klappentext sehr gut geschrieben ist. Auch die Idee ist klasse.. aber die Umsetzung ein Fall für die Tonne. (Das mag hart klingen, aber das ist meine ehrliche Meinung)

Montag, 25. September 2017

Sion - Finde die Wahrheit

#53 Rezension zu "Sion - Finde die Wahrheit" von Julia Lindenmair

 Bild von Amazon 

Taschenbuch: 272 Seiten
Für Kindle - Dateigröße: 617 KB
Verlag: bookshouse
ISBN-13: 978-9963537907


✮✮✮✮✩




Das Buch wurde mir von der Autorin freundlicher Weise als Rezensionsexemplar im E-Book Format zur Verfügung gestellt.

Herzlichen Dank dafür.



Cover:



Das Cover spricht mich leider nicht ganz an, auch wenn ich die Intention dahinter verstehe. Das Cover ist mir zu überladen… im Laden wäre ich daran vorbeigelaufen.



Klappentext:



Auf tragische Weise findet Anne heraus, dass sie nicht die ist, die sie zu sein glaubt. Doch wer ist sie, und was ist ihre Aufgabe? Gemeinsam mit Lyca begibt sie sich auf die gefährliche Reise nach Antworten, aber kann sie einem Gesetzlosen wirklich trauen? Denn ehe sie sich versieht, wird sie zur Gejagten ... Lyca wird von seiner Vergangenheit eingeholt und hat eine schwierige Entscheidung zu treffen, die sein künftiges Leben bestimmen wird. Aber die erkämpfte Freiheit bringt mehr Opfer, als ihm lieb ist. Und was ist mit der verwirrenden Zuneigung, die er für Anne verspürt? Sie sind so verschieden ...



Meinung/Inhalt:



Ich bin sehr gut in das Buch reingekommen, da mir der Schreibstil auch sehr zusagt. Es liest sich flüssig, trotz einiger Fehlerchen. Jedoch auch, weil das Buch wirklich grausam beginnt. Ein Dorf wird geplündert, Menschen brutal getötet und Mädchen verschleppt…



Den Klappentext hatte ich im Vorfeld nicht gelesen, sondern mich direkt in die Story gestürzt. Die Hauptprotagonistin Anne ist mir natürlich sehr sympathisch (Namensschwestern ;)), aber auch der Männliche Protagonist Lyca war mir sehr sympathisch. Lyca, fand ich, hat sich in der Handlung am meisten gewandelt. Er ist herausgebrochen, hat sich selbst gefunden und seinen Platz im Leben. Annes Leben war ja quasi vorprogrammiert, auch wenn sie davon anfangs noch nichts wusste. Am Anfang war mir Anne auch etwas zu kindlich, dafür dass sie 20 Jahre alt sein sollte. Sie ist streng erzogen worden – mit strengen Regeln – da denkt man eigentlich, sie gibt sich auch erwachsener. Aber im Laufe der Geschichte hat auch sie sich gut rausgemacht. Auch sie ist über sich hinausgewachsen. Das hat mir an beiden Charakteren besonders gefallen, dass man den Wandel miterleben konnte.

Die Geschichte ist außerdem so gut geschrieben, dass die Handlung vor dem inneren Auge mitläuft… man kann sich also die Handlung sehr gut bildlich vorstellen.

Auch wenn das Buch viele spannende Stellen aufweist, gibt es auch Stellen, die sich ziehen wie Kaugummi. Da musste ich mich dann ein wenig durchquälen.

Was ich sehr gut fand war, dass die Geschichte keine gewöhnliche Geschichte war.. vor allem aber auch keine gewöhnliche Liebesgeschichte! Jedoch so eine richtige Fantasy-Geschichte auch nicht. Für mich war es genau das richtige Maß von beidem.



Fazit:



Für mich ein wirklich gutes Buch, welches nicht zu viele Fantasy-Elemente enthält, aber auch nicht vor Liebesgeschwafel trieft. Ich vergebe dem Buch 4 Sterne, da noch Luft nach oben ist. Aber eine Empfehlung gibt es auch gern von mir… :) Mir hat das Buch viel Freude bereitet und ich freue mich schon Neues der Autorin zu lesen!