Mittwoch, 31. Januar 2018

Reaktor

#74 Rezension zu "Reaktor - der unsichtbare Mörder" von Thomas Kowa


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  • Taschenbuch: 466 Seiten
  • Verlag: Dp Digital Publishers Gmbh 
  • ISBN-13: 978-3960875161

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Teil 3 der Erik Lindberg Reihe und wieder eine faszinierende Geschichte.

Cover:

Ich habe mir natürlich wieder im Vorfeld meine Gedanken gemacht, was hat es denn mit dem Titel und dem Cover auf sich. Das Cover ist wieder sehr schicht gehalten und doch so aussagekräftig. Im Vordergrund steht natürlich das Zeichen für Radioaktiv! Und damit sagt das Cover auch schon alles aus...

Klappentext:

Ein Finanzinvestor, der fur Profit alles machen wurde.
Ein Polizeichef, der die eigenen Mitarbeiter erpresst.
Ein radioaktiv Verseuchter, der versucht, das Ratsel seines Todes zu luften ...
Innerhalb weniger Tage sterben mehrere schwer verstrahlte Umweltaktivisten, die herausgefunden haben, dass eine neue - angeblich absolut sichere - Endlagertechnologie fur radioaktiven Mull gescheitert ist. Doch das ist nur der Auftakt zu einer viel größeren Bedrohung ...

Meine Meinung:
Mich hat der dritte Teil der Erik Lindberg Reihe wieder einmal total geflasht. Ich liebe seine Bücher, ich habe die ersten beiden Bände schon verschlungen und hier ging es gerade weiter. Ich hoffe sehr, es kommen weitere Teile.
Was mir immer positiv auffällt sind, der Schreibstil und, dass die Geschichten nicht offen sind. Es sind abgeschlossene Storys, sodass man die Bücher wirklich als eigenständige Bücher lesen kann.
Polizeidirektor Graf geht mir wie immer auf den Sack. Ich hasse diesen Typen, aber ohne ihn, hätte ich auch nichts mehr zu Lachen oder zum Kopfschütteln. Lindberg ist wie immer eine mega coole Socke. Und er tut mir jedes Mal leid, denn er gerät immer zwischen die Fronten und nun wird er sogar erpresst, von einer Person, die es ein vom Stand her gar nicht dürfte und dem diese Position aberkannt werden müsste. Lindberg gerät wieder nur in Gefahr und das nicht nur einmal. Aber seine Kollegen stehen ihm wie immer tapfer zur Seite.. das einzige Team, vom dem man tatsächlich auch von "Team" sprechen kann.
Im dritten Band geht es dieses Mal nicht um irgendwelche kuriosen Medikamente, wobei die auch aufgegriffen werden, nein... hier geht es dieses Mal um Verstrahlung, Atommüll und dem sogenannten Super Gau! Eine Thematik, die uns alle betrifft, die aktuell ist und vielleicht auch dem einen oder anderen die Augen öffnet.
Lindbergs Freundin Paula macht in diesem Band weiter Fortschritte. Sie kann langsam, aber nur bruchstückhaft reden.. Doch am Ende überraschte sie mich am meisten. Es ist faszinierend einer Koma Patientin bei der Genesung quasi zuzuschauen. Sehr bewegend...

Fazit:
Ich habe ehrlich gesagt nichts anderes erwartet: einfach grandios. Dies ist jedoch auch der erste Band, den ich mir selbst als E-book gekauft habe, die ersten beiden Bände hatte ich gewonnen, aber diesen Kauf bereue ich auf gar keinen Fall. Im Gegensatz, ich freue mich, den Autor wenigstens bei diesem Werk unterstützt zu haben und ich hoffe es kommen noch viele weitere Werke von Thomas Kowa. Er ist mittlerweile einer meiner Lieblingsautoren - ich konnte sogar meine Mama schon anstecken :D
Verdiente 5 von 5 Sternen, denn hier stimmt mal wieder das Gesamtpaket. 

Woman in Cabin 10

#73 Rezension zu "Woman in Cabin 10" von Ruth Ware


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  • Broschiert: 384 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • ISBN-13: 978-3423261784
✮✮✮✬✰

Dieses Buch habe ich bei Lovelybooks.de bei einer Leserunde gewonnen.

Cover:

Das Cover finde ich klasse. Man schaut durch ein Bullauge, sieht das Meer und die Wellen. Auch, dass Tropfen auf dem Bullauge sind finde ich cool - und das die Schrift dabei teils mit verläuft, einfach super. 

Klappentext:

Die Journalistin Lo Blacklock nimmt an der Jungfernfahrt eines exklusiven Luxuskreuzfahrtschiffs durch die norwegischen Fjorde teil. Ein wahr gewordener Traum. Doch in der ersten Nacht auf See erwacht sie von einem Schrei aus der Nachbarkabine und hört, wie etwas ins Wasser geworfen wird. Etwas Schweres – wie ein menschlicher Körper. Sie alarmiert den Sicherheitsoffizier. Aber die Nachbarkabine ist leer, ohne das geringste Anzeichen, dass hier jemand wohnte. Die junge Frau aus Kabine 10, mit der Lo noch am Vortag gesprochen hat, scheint nie existiert zu haben.

Meine Meinung:

Einen Thriller, der auf einem Schiff spielt war mir komplett neu und die Idee finde ich einfach klasse.
Das Buch beginnt sehr spannend mit einem Einbruch und das schlimmste...  Lo ist auch da. Ihre Wohnung ist nicht leer. Ein Albtraum dem ich niemanden wünsche.  
Dann geht es relativ schnell aufs Schiff und man lernt alle kennen. Die Charaktere fand ich alle auf ihre Weise sehr gelungen, auch den Schreibstil der Autorin mochte ich gern. Und dennoch fand ich, dass das Buch zwischenzeitlich an Spannung verlor. Es gab einige Szenen, die in meinen Augen etwas unnötig waren. Aber das liegt ja immer im Auge des Betrachters.
Lo wurde sehr schnell als total paranoid abgestempelt und nur einer glaubte ihr. Und ausgerechnet er wird von Lo beschuldigt mit drin zu stecken.. natürlich ein wenig vorausschaubar. 
Die Wendung um Anne, die Frau vom Besitzer des Schiffes,  und als Lo eingesperrt war, fand ich wieder sehr sehr spannend. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Aber das Lo dann, als sie entkam derart naiv war, konnte ich wieder nicht nachvollziehen. (Ich denke mal ein Spoiler war das nun nicht, denn auch die Tatsache dass sie entkommt, kann man sich recht schnell denken) Das Ende war dann so lala.. Ich mein ich bin ja froh, dass die Geschichte relativ gut ausgeht.  Aber das Ende hat mich dann einfach nicht mehr umgehauen. 
Im Allgemeinen, habe ich mir das Buch viel spannender vorgestellt, gerade, was es denn nun um die Dame in Kabine 10 auf sich hat. Aber, dass die Geschichte so ist wie sie ist... hm. 
Für den Preis jedenfalls nicht gut genug.

Fazit:

Aus den eben genannten Gründen, hat mich das Buch leider nicht so umgehauen. Dennoch finde ich die Idee dahinter klasse und die spannenden Stellen sind natürlich zu erwähnen :)

Daher gebe ich dem Buch 3,5 Sterne...  

Samstag, 6. Januar 2018

Land der Dornen

#72 Rezension zu "Land der Dornen" von Colleen McCullough


Bild von Amazon (Printausgabe)


E-book Ausgabe


Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Blanvalet
ISBN-13:  978-3734104077

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Ich habe das Buch ursprünglich als E-book von blogger.de als Rezensionsexemplar erhalten, da ich aber anscheinend zu blöd war, mir das E-book herunterzuladen, habe ich mir das Buch einfach bestellt, da ich es unbedingt lesen wollte.

Cover:

Mir persönlich gefällt das Cover der Printausgabe eine Million mal besser als das E-book Cover. Daher war ich auch nicht so traurig, dass es mit dem E-book nicht geklappt hatte. Ich muss auch ehrlich gestehen: es war ein reiner Coverkauf, bzw. eine Coverliebe <3 Und was mich sehr an dem Buch interessiert hat war, dass ich mich nach Australien lesen kann.

Klappentext:

Ein fernes Land, ein neues Leben und eine unbesiegbare Liebe

Schottland, 1872. Elizabeth Drummond kann der bitteren Armut nur entfliehen, wenn sie ihren Cousin Alexander Kinross heiratet. Am Ende der langen Reise ins unvorstellbar ferne Australien erwartet sie in Sydney ein Bräutigam, der ihr noch mehr Furcht einflößt als das heiße, wilde Land. Dennoch kann sie sich als seine Frau glücklich schätzen, denn unter der kargen roten Erde seiner Ländereien verbirgt sich eine der reichsten Goldminen der Welt. Doch es sollen Jahre voller schicksalhafter und dramatischer Begebenheiten vergehen, bis Elizabeth in ihrer neuen Heimat etwas völlig Unerwartetes entdeckt – die Liebe …

Meinung:

Ich hatte eher einen mittelmäßigen Einstieg in den Roman. Ich habe es auch relativ vorn abgebrochen und erstmal ein anderes Buch dazwischen geschoben. Und dennoch habe ich dem Buch eine weitere Chance gegeben und tatsächlich hat es mich nicht enttäuscht.
Ich habe mich gefreut, mich literarisch nach Australien zu lesen, speziell nach Neusüdwales. Schade fand ich, dass es nur um den Ort Kinross ging und dass sie gereist sind, aber die Landschaft zu beschreiben von einem Land, in das sie reisen - das fehlte total.
Elizabeth stammt schließlich aus Schottland und reist in ein völlig fremdes Land, da gehören ihre Eindrücke dazu, was sieht sie auf ihrer Reise. Aber das ging irgendwie verloren durch andere Faktoren. 

Grundsätzlich fand ich den Schreibstil wirklich gut, auch eine gewisse Spannung kam im Laufe der Handlung auf. Aber mancher Ausdruck war mir für die damalige Zeit um 1872-1900 einfach zu modern. Gerade das Wort "SEX" wurde bestimmt nicht ausgesprochen - Liebesakt, Eheliche Pflichten.. aber Sex?! Die Emanzipation der Frau scheint mir hier auch noch etwas zu unrealistisch - wobei man weiß ja nicht, ob es in Australien nicht vielleicht wirklich schon so war, dass Mädchen Ingenieurswesen studieren. Wobei unrealistisch vielleicht das falsche Wort ist, aber es es schienen ja alle sehr starke Frauen zu sein.
Mir tat Elizabeth so unendlich leid, sie wurde mit jemandem verheiratet de sie nicht kannte und den sie als den Teufel höchst persönlich sah. Und trotz aller Anstrengungen Alexanders, entfernte sie sich immer mehr von ihm. Er  ging die Sache von Anfang an total falsch an, was ihm aber erst viel später bewusst wurde.
Die Beziehungen zwischen den Protagonisten ist schon recht kompliziert und amüsant. Auch dass Elizabeth so schwere Schwangerschaften hatte zerriss einem das Herz, dafür war man dann um so erleichterter, als sie beide überlebt hat. Doch dann kam schon die nächste unerwartete Schwierigkeit.
Sie hat wirklich während der gesamten Handlung ein sehr schweres Leben, sie scheint vom Pech bzw. dem Teufel verfolgt zu sein und ihr eigenes persönliches Glück scheint weit weg... 
Aber es wäre keine Liebesgeschichte, wenn nicht alle irgendwo ihr Glück finden oder?! 

Die Charaktere haben mir alle auf ihre Weise sehr gut gefallen. Jeder hatte eine eigene Persönlichkeit und eigene Ansichten vom Leben. Alexander steigt sein Rum bald über den Kopf, aber schafft es auf den Boden der Tatsachen zurück. 
Und wer jetzt denkt das Ende des Buches ist ein totales Happy End, den muss ich leider enttäuschen. Eine Tragödie ereignet sich tatsächlich am Ende noch.. Damit hätte ich selbst auch wirklich nicht gerechnet. Aber diese Tragödie war ein Akt der Liebe. Also ein kleiner Trost...
Generell war der Roman sehr gefühlvoll, gerade als das Leben in Neusüdwales für Elizabeth begann... Ich wollte auch nicht mit ihr tauschen.

Fazit:

Mir hat der Roman dann doch noch sehr gut gefallen. Ein paar Mängel, die ich angesprochen habe kratzen natürlich an der vollen Punktezahl.. aber 4 von 5 Sterne kann ich mit gutem Gewissen vergeben. 



Sonntag, 31. Dezember 2017

Der verbotene Liebesbrief

#71 Rezension zu "Der verbotene Liebesbrief" von Lucinda Riley


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Taschenbuch: 704 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
ISBN-13: 978-3442484065


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Ich habe dieses wundervolle Werk als Rezensionsexemplar von Blogger.de erhalten, als Hörbuch.

Cover:

Das Cover ist ein Traum. Es zeigt ein Haus nahe der Klippen und es taucht auch in der Handlung auf, daher finde es sehr passend gewählt. Auch die Farben des Covers finde ich so wunderschön... ja manchmal bin ich ein Cover-Opfer ... :D haha..

Klappentext:

Als der berühmte Schauspieler Sir James Harrison in London stirbt, trauert das ganze Land. Die junge Journalistin Joanna Haslam soll in der Presse von dem großen Ereignis berichten und wohnt der Trauerfeier bei. Wenig später erhält sie von einer alten Dame, die ihr dort begegnet ist, einen Umschlag mit alten Dokumenten – darunter auch einen Liebesbrief voller mysteriöser Andeutungen. Doch wer waren die beiden Liebenden, und in welch dramatischen Umständen waren sie miteinander verstrickt? Joannas Neugier ist geweckt, und sie beginnt zu recherchieren. Noch kann sie nicht ahnen, dass sie sich damit auf eine Mission begibt, die nicht nur äußerst gefährlich ist, sondern auch ihr Herz in Aufruhr versetzt – denn Marcus Harrison, der Enkel von Sir James Harrison, ist ein ebenso charismatischer wie undurchschaubarer Mann ... 

Meinung:

Ein wirklich toller Roman! 
Man fiebert ab der ersten Seite mit und speziell das Hörbuch, hat eine sehr angenehme Leserstimme. Die Charaktere haben mir alle sehr gut gefallen, gerade Joanna, Zoe und Simon sind wundervolle Persönlichkeiten. Auch wenn Simon im späteren Verlauf etwas unsympathisch wird und ich ihm einiges nicht zugetraut hätte, wurde ich am Ende doch eher von ihm überrascht und mochte ihn dann umso mehr. 
Die Handlung hat viele Wendungen, die ich niemals erahnt hätte. Daher war ich oft überrascht und  geschockt. Aber genau diese Tatsache hat mir so unglaublich gut gefallen. 

Es geht in diesem Buch um eine mysteriöse Geschichte, einen Brief, der niemals an die Öffentlichkeit geraten darf - was natürlich Joanna jedoch nicht davon abhält. Doch die richtigen Leute wissen dies zu verhindern, sodass einige Opfer in Kauf genommen werden (müssen). Menschen kommen und gehen und es wird immer mysteriöser um dieses Geheimnis. Joanna lernt Marcus kennen, den Enkel von Sir James Harrison, um den sich einiges Dreht. Und wie es nicht anders in einem Roman zu erwarten ist, verlieben sie sich ineinander, wenn auch sehr holprig. Aber das macht es wieder sehr amüsant und die beiden sehr sympathisch. Doch Marcus ist kein unbeschriebenes Blatt. Er scheint nicht der zu sein, für den er sich ausgibt - zumindest am Anfang. 
Zoe tut mir im Laufe der Handlung immer mehr leid. Sie hat sich in einen Mann verliebt, der kein wirkliches Verständnis aufbringt und auch hier darf die Öffentlichkeit nicht wissen wer er ist. Ihre Beziehung muss geheim gehalten werden, doch die Presse bekommt einen Tipp. Und da Joanna für diese Zeitung arbeitet, wird sie natürlich mit als erste beschuldigt. 
Simon ist auch ein sehr geheimnisvoller Mann. Joanna und er kennen sich seit Kindertagen und doch weiß sie eigentlich nicht, was er beruflich macht. Doch durch einen wirklich amüsanten, aber für Simon sehr ungünstigen Umstand, erfährt Joanna schneller wer er wirklich ist, als geplant. 
Kurz vor dem Ende des Buches ereignet sich ein absolutes Drama, ich selbst war wie gebannt, doch dann wirklich am Ende, hat es Lucinda Riley tatsächlich noch mal geschafft mich zu überraschen und ich musste dann sogar lachen. Ich hoffe, die Geschichte geht noch weiter, da das Ende doch etwas abrupt war.

Ein wirklich gelungener Roman, mit vielen Fassetten, viel Verschwörung und Geheimnissen. Auch der Schreibstil, bzw. bei mir dann auch die Leserin waren klasse. Ich hatte gar keine Probleme, mich in die Geschichte einzufinden.

Fazit:

Für mich war es das aller erste Buch der Autorin, aber nun habe ich Blut geleckt. Ich habe noch zwei weitere Bücher von ihr zu Hause und werde sie wohl gleich mal für Anfang 2018 im Auge behalten. 
Alles in allem, aber ein fantastischer Roman, dem ich jedem sehr empfehlen kann und weil ich nichts Wesentliches auszusetzen habe, vergebe ich volle 5 Sterne <3

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Saving Grace

#70 Rezension zu " Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet" von B.A.Paris


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Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
ISBN - 13: 978 - 3734102639

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Cover:

Das Cover gefällt mir richtig gut. Es ist von den Farben doch eher schlicht gehalten aber "Saving Grace" abgehoben vom Rest und in der wundervollen Eyecatcher-Farbe rot. Dargestellt ist eine Tür, die einen Spalt weit offen steht und an der ein Bündel Rosen hängt.

Klappentext:

Grace und Jack Angel sind das perfekte Paar. Die dreiunddreißig jährige Grace ist warmherzig, liebevoll, bildhübsch. Jack sieht gut aus, ist charmant und kämpft als renommierter Anwalt für die Rechte misshandelter Frauen. Aber sollte man Perfektion jemals trauen? Warum zum Beispiel kann Grace auf Dinnerpartys so viel essen und nimmt doch niemals zu? Warum umgibt ein hoher Zaun Jacks und Graces wunderschönes Haus? Doch wenn man Grace danach fragen möchte, stellt man fest, dass sie nie allein ist. Denn Jack ist immer – wirklich immer – an ihrer Seite …

Meinung: 

Also ich muss schon sagen: Dieser Thriller hat mich wieder einmal umgehauen! 
Zu Beginn dachte ich erst noch: "Hm, ist ja nicht sonderliche spannend.." Aber das hat sich doch sehr schnell gegeben, denn es wurde doch recht schnell mysteriös um Jack Angel. Und man fragte sich zunehmend, was wohl dahinter stecken mag?! 
Grace gefiel mir als Charakter sofort, auch ihre Schwester, die am Down-Syndrom leidet (ich glaube es war das Down-Syndrom) mochte ich sehr. Dass Jack ein so perfekter Mann ein soll, kam mir von Anfang an ein wenig komisch vor, denn es gibt keine "perfekten" Männer :D *haha* Und es war spannend zu sehen, wie dieses komische Gefühl im Bauch immer stärker wurde und sich schließlich bewahrheitete...

Die Handlung nimmt nicht unbedingt schnell an Fahrt auf, aber das stört gar nicht, denn es kommen so viele Fragen auf, dass man einfach weiter lesen muss. 
Grace ist auch ein ziemlich cleveres Mädchen.. bzw. wird es. Sie lernt aus ihren Fehlern und passt einen wirklich guten Moment ab.
Auch Esther, eine quasi neue Freundin in ihrem Leben scheint mir zu beginn recht komisch, doch hier hatte mich mein Gefühl getäuscht und das fand ich ebenfalls so spannend, denn am Ende des Buches, verblüfft Esther mich regelrecht. Und auch Grace schien sehr verblüfft zu gewesen zu sein.

Ich muss gestehen, dass ich zu Anfang gedacht habe, dass das Buch ein anderes Ende haben wird. Ich hatte zwar kein konkretes Bild im Kopf, aber ich habe mich doch sehr über das tatsächliches Ende gefreut. Die Gerechtigkeit sieht ;).. Und auch da bewahrheitet es sich, dass Grace gelernt hat und wirklich clever ist. Sie ist eine unglaublich gute Schauspielerin geworden...

Fazit:

Das Buch war wirklich grandios und wird einem Psychothriller wahrhaftig gerecht! Ich habe im Vorfeld schon viel Gutes über dieses Buch gehört und kann es nur bestätigen. 
Von mir gibt es verdiente 5/5 Sterne und eine absolute Kaufempfehlung, für diejenigen, die es noch nicht gelesen haben und Psychothriller lieben <3

Freitag, 15. Dezember 2017

A Thousand Boy Kisses

#69 Rezension zu "A Thousand Boy Kisses" von Tillie Cole



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Format: Kindle Edition
Taschenbuch: 352 Seiten 
(bisher nur auf Englisch erhältlich)
Dateigröße: 2591 KB
Verlag: LYX.digital 



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Diesen wundervollen Roman habe ich bei Lovelybook in der Lyx-Lounge gewonnen <3

Cover:

Das Cover finde ich so wunderschön. Mir gefallen die Farben sehr und ich finde, es verrät dem Leser noch nicht sehr viel... Man kann nur erahnen, dass es irgendetwas mit einem Glas zutun haben muss.

Klappentext:

Ein Kuss hält nur für einen kurzen Moment. 1000 Küsse halten für die Ewigkeit.

Als Rune Kristiansen nach zwei Jahren in Norwegen in das verschlafene Blossom Grove, Georgia, zurückkehrt, hat er nur eins im Sinn: Herausfinden was mit Poppy passiert ist. Herausfinden, warum das Mädchen, das ein Teil seiner Seele ist und das ihm einst versprochen hat, bis in alle Ewigkeiten auf ihn zu warten, ihn ohne ein Wort der Erklärung aus ihrem Leben verbannt hat. Zwei Jahre lang hat Poppys Stille Rune jeden Tag aufs Neue das Herz gebrochen, doch als er ihr nach all der Zeit das erste Mal wieder gegenüber steht, weiß er augenblicklich, dass ihnen der schlimmste Herzschmerz erst noch bevorsteht.

Meinung:

Das Buch ist wirklich herzzerreißend! Mich hat es voll und ganz in den Bann gezogen. Es ist ein toller Schreibstil, der einen ab dem ersten Wort fesselt und nur schwer wieder frei lässt. 
Schon nach dem ersten herzzerreißenden Moment, als Poppys Oma "Heim" kehrte, stiegen mir die Tränen in die Augen. Dieser Moment war wirklich grandios geschrieben und doch so traurig. 
Auch als Rune zurück nach Norwegen musste, zerriss es mir das Herz.. ein wirklich schlimmer Moment, vor allem, weil Poppy und Rune nur so wenig Zeit blieb um sich voneinander zu verabschieden. 
Und dann kam das Wiedersehen...
Und ich dachte nur: Was zum Teufel ist passiert? Die beiden waren mittlerweile 17 Jahre alt... Und es herrschte eine Spannung, die kaum auszuhalten war. Ich saß vor meinem Kindle und schrie es regelrecht an, dass die beiden doch bitte mal miteinander reden sollen!!! Ist ja nicht so, dass ich auch wissen wollte war los war!!
Nach langem hin und her erfuhr ich schließlich was passiert war und um meinem Herz wurde es noch schwerer. 

Eine unglaublich schöne, rührende und herzzerreißende Geschichte zweier Menschen, die so sympathisch sind und so lieb. Was ihnen widerfährt, wünsche ich keinem. Denn allein diese Geschichte zu lesen ist schon genug. Am Ende musste ich richtig doll weinen ... Es war so schlimm :( Aber nichts desto trotz.. OMG war das ein schönes Ende!! Besser hätte man es nicht machen können... 

Es gibt nur einen Kritikpunkt.. Mich hat es sehr gestört, dass "Mama" mit mm (Mamma) und "Papa" mit pp (Pappa) geschrieben wurde! Das geht gar nicht. Am Anfang hatte ich gedacht es sei ein Tippfehler, aber das zog sich durch das gesamte Buch. 

Fazit:

Dennoch hat der eine Kritikpunkt dem Inhalt keinen Abbruch getan und ich vergebe dieser gefühlvollen Geschichte 5 von 5 Sternen <3 Und wer über diesen Fehler hinwegschauen kann... und natürlich Liebesromane bzw. herzzerreißende Romane mag/liebt, der muss dieses Buch einfach kaufen !!! Ich hoffe sehr, dass es noch als Taschenbuch auf Deutsch erscheint.. 

Donnerstag, 30. November 2017

Der Winterpalast

#68 Rezension zu "Der Winterpalast" von Eva Stachniak


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Taschenbuch: 532 Seiten
Verlag: Insel Verlag
ISBN-13: 978-3458359708


✮✮✮✰✰

Cover:

Das Cover finde ich traumhaft schön <3 Ich habe mich sofort verliebt.. Nur verrät die Hülle nicht was in ihr steckt.

Klappentext:

Geheime Gänge, verdeckte Türen, dunkle Nischen: Als die Waise Varvara als Dienstmädchen in den Winterpalast kommt, lernt sie schnell, sich ihre Verschwiegenheit und ihren aufmerksamen Blick zunutze zu machen. Keine Intrige, die ihr entginge, kein Getuschel, das ihren Ohren verborgen bliebe. Schnell wird sie zu einer der wichtigsten »Spioninnen« im Palast. Als die junge Sophie von Anhalt-Zerbst – die spätere Katharina die Große – an den Hof kommt und auf dem Weg zur Macht eine Verbündete braucht, wird Varvara ihre engste Vertraute. Schließlich erklimmt Katharina den Zarenthron – aus der unerfahrenen Fremden wird eine der mächtigsten Frauen ihrer Zeit.
Eva Stachniaks opulenter Roman über die ungewöhnliche Freundschaft zweier Frauen führt den Leser in eine Welt, in der Leidenschaft und Vertraulichkeit auf Heimtücke und Verrat treffen – in die abgründig-geheimnisvolle Welt des russischen Zarenhofs, gehüllt in schweren Brokat und knisternde Seide.

Meinung:

Ich fand das Buch am Anfang noch ganz spannend, dass ein 14-jähriges Mädchen ihre Eltern verliert, was natürlich sehr traurig und schlimm ist, dann an den Hof der Kaiserin gelassen wird und eine Aufgabe bekommt - nämlich ein Spitzel sein. Wawara lernte das Leben am Hof kennen, seine Tücken und Geheimnisse. 
Ich fand besonders toll, dass das Buch auch aus der Sicht von Wawara geschrieben ist und nicht aus der Sicht der Kaiserin oder der Großfürstin Katharina. 
Auch der Beginn, wie Katharina an den Hof kam und wie es ihr erging, fand ich am Anfang toll, es ist toll geschrieben. Leider aber wurde es dann schnell langweilig und zäh.. Es passierte nichts mehr. Es ging nur um Krankheit und Sorge, um den unfähigen Großfürsten Paul und um belanglose Dinge. 

Erst als Wawara dann quasi zwangsverheiratet wurde und Katharina endlich ein Kind bekam wurde es wieder etwas spannender. Aber auch das hielt irgendwie nicht lang. 

Die Geschichte selbst ist nicht schlecht, aber definitiv nicht eines meiner Lieblinge. Auch wenn sich die Geschichte aufgrund des Schreibstils wirklich gut liest, war die Handlung zu zäh. Die Charaktere, gerade Wawara und Katharina haben sich im Laufe der Handlung sehr verändert und das nicht gerade zum Positiven. Jedenfalls sehe ich das so.. Diese Wandlung hat mir nicht gefallen. Und befürchte, dass es im zweiten Band nicht besser wird. Ich weiß auch noch nicht, ob ich den zweiten Band lesen soll...

Fazit:

Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen. Es hat mich nicht überzeugen können... Dennoch ist es keine totale Katastrophe. Mal schauen, ob ich den zweiten Teil lesen werde, vielleicht lässt die Autorin noch Überraschungen offen.