Freitag, 15. Dezember 2017

A Thousand Boy Kisses

#69 Rezension zu "A Thousand Boy Kisses" von Tillie Cole



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Format: Kindle Edition
Taschenbuch: 352 Seiten 
(bisher nur auf Englisch erhältlich)
Dateigröße: 2591 KB
Verlag: LYX.digital 



✮✮✮✮✮

Diesen wundervollen Roman habe ich bei Lovelybook in der Lyx-Lounge gewonnen <3

Cover:

Das Cover finde ich so wunderschön. Mir gefallen die Farben sehr und ich finde, es verrät dem Leser noch nicht sehr viel... Man kann nur erahnen, dass es irgendetwas mit einem Glas zutun haben muss.

Klappentext:

Ein Kuss hält nur für einen kurzen Moment. 1000 Küsse halten für die Ewigkeit.

Als Rune Kristiansen nach zwei Jahren in Norwegen in das verschlafene Blossom Grove, Georgia, zurückkehrt, hat er nur eins im Sinn: Herausfinden was mit Poppy passiert ist. Herausfinden, warum das Mädchen, das ein Teil seiner Seele ist und das ihm einst versprochen hat, bis in alle Ewigkeiten auf ihn zu warten, ihn ohne ein Wort der Erklärung aus ihrem Leben verbannt hat. Zwei Jahre lang hat Poppys Stille Rune jeden Tag aufs Neue das Herz gebrochen, doch als er ihr nach all der Zeit das erste Mal wieder gegenüber steht, weiß er augenblicklich, dass ihnen der schlimmste Herzschmerz erst noch bevorsteht.

Meinung:

Das Buch ist wirklich herzzerreißend! Mich hat es voll und ganz in den Bann gezogen. Es ist ein toller Schreibstil, der einen ab dem ersten Wort fesselt und nur schwer wieder frei lässt. 
Schon nach dem ersten herzzerreißenden Moment, als Poppys Oma "Heim" kehrte, stiegen mir die Tränen in die Augen. Dieser Moment war wirklich grandios geschrieben und doch so traurig. 
Auch als Rune zurück nach Norwegen musste, zerriss es mir das Herz.. ein wirklich schlimmer Moment, vor allem, weil Poppy und Rune nur so wenig Zeit blieb um sich voneinander zu verabschieden. 
Und dann kam das Wiedersehen...
Und ich dachte nur: Was zum Teufel ist passiert? Die beiden waren mittlerweile 17 Jahre alt... Und es herrschte eine Spannung, die kaum auszuhalten war. Ich saß vor meinem Kindle und schrie es regelrecht an, dass die beiden doch bitte mal miteinander reden sollen!!! Ist ja nicht so, dass ich auch wissen wollte war los war!!
Nach langem hin und her erfuhr ich schließlich was passiert war und um meinem Herz wurde es noch schwerer. 

Eine unglaublich schöne, rührende und herzzerreißende Geschichte zweier Menschen, die so sympathisch sind und so lieb. Was ihnen widerfährt, wünsche ich keinem. Denn allein diese Geschichte zu lesen ist schon genug. Am Ende musste ich richtig doll weinen ... Es war so schlimm :( Aber nichts desto trotz.. OMG war das ein schönes Ende!! Besser hätte man es nicht machen können... 

Es gibt nur einen Kritikpunkt.. Mich hat es sehr gestört, dass "Mama" mit mm (Mamma) und "Papa" mit pp (Pappa) geschrieben wurde! Das geht gar nicht. Am Anfang hatte ich gedacht es sei ein Tippfehler, aber das zog sich durch das gesamte Buch. 

Fazit:

Dennoch hat der eine Kritikpunkt dem Inhalt keinen Abbruch getan und ich vergebe dieser gefühlvollen Geschichte 5 von 5 Sternen <3 Und wer über diesen Fehler hinwegschauen kann... und natürlich Liebesromane bzw. herzzerreißende Romane mag/liebt, der muss dieses Buch einfach kaufen !!! Ich hoffe sehr, dass es noch als Taschenbuch auf Deutsch erscheint.. 

Donnerstag, 30. November 2017

Der Winterpalast

#68 Rezension zu "Der Winterpalast" von Eva Stachniak


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Taschenbuch: 532 Seiten
Verlag: Insel Verlag
ISBN-13: 978-3458359708


✮✮✮✰✰

Cover:

Das Cover finde ich traumhaft schön <3 Ich habe mich sofort verliebt.. Nur verrät die Hülle nicht was in ihr steckt.

Klappentext:

Geheime Gänge, verdeckte Türen, dunkle Nischen: Als die Waise Varvara als Dienstmädchen in den Winterpalast kommt, lernt sie schnell, sich ihre Verschwiegenheit und ihren aufmerksamen Blick zunutze zu machen. Keine Intrige, die ihr entginge, kein Getuschel, das ihren Ohren verborgen bliebe. Schnell wird sie zu einer der wichtigsten »Spioninnen« im Palast. Als die junge Sophie von Anhalt-Zerbst – die spätere Katharina die Große – an den Hof kommt und auf dem Weg zur Macht eine Verbündete braucht, wird Varvara ihre engste Vertraute. Schließlich erklimmt Katharina den Zarenthron – aus der unerfahrenen Fremden wird eine der mächtigsten Frauen ihrer Zeit.
Eva Stachniaks opulenter Roman über die ungewöhnliche Freundschaft zweier Frauen führt den Leser in eine Welt, in der Leidenschaft und Vertraulichkeit auf Heimtücke und Verrat treffen – in die abgründig-geheimnisvolle Welt des russischen Zarenhofs, gehüllt in schweren Brokat und knisternde Seide.

Meinung:

Ich fand das Buch am Anfang noch ganz spannend, dass ein 14-jähriges Mädchen ihre Eltern verliert, was natürlich sehr traurig und schlimm ist, dann an den Hof der Kaiserin gelassen wird und eine Aufgabe bekommt - nämlich ein Spitzel sein. Wawara lernte das Leben am Hof kennen, seine Tücken und Geheimnisse. 
Ich fand besonders toll, dass das Buch auch aus der Sicht von Wawara geschrieben ist und nicht aus der Sicht der Kaiserin oder der Großfürstin Katharina. 
Auch der Beginn, wie Katharina an den Hof kam und wie es ihr erging, fand ich am Anfang toll, es ist toll geschrieben. Leider aber wurde es dann schnell langweilig und zäh.. Es passierte nichts mehr. Es ging nur um Krankheit und Sorge, um den unfähigen Großfürsten Paul und um belanglose Dinge. 

Erst als Wawara dann quasi zwangsverheiratet wurde und Katharina endlich ein Kind bekam wurde es wieder etwas spannender. Aber auch das hielt irgendwie nicht lang. 

Die Geschichte selbst ist nicht schlecht, aber definitiv nicht eines meiner Lieblinge. Auch wenn sich die Geschichte aufgrund des Schreibstils wirklich gut liest, war die Handlung zu zäh. Die Charaktere, gerade Wawara und Katharina haben sich im Laufe der Handlung sehr verändert und das nicht gerade zum Positiven. Jedenfalls sehe ich das so.. Diese Wandlung hat mir nicht gefallen. Und befürchte, dass es im zweiten Band nicht besser wird. Ich weiß auch noch nicht, ob ich den zweiten Band lesen soll...

Fazit:

Ich gebe dem Buch 3 von 5 Sternen. Es hat mich nicht überzeugen können... Dennoch ist es keine totale Katastrophe. Mal schauen, ob ich den zweiten Teil lesen werde, vielleicht lässt die Autorin noch Überraschungen offen. 

Verfolgung

#67 Rezension zu "Verfolgung" von David Lagercrantz 


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Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
ISBN-13: 978-3453270992



✭✭✭✭✭

Ich habe dieses Buch, als Hörbuch gehört und freundlicher Weise von Blogger.de als Rezensionsexemplar erhalten.

Cover:

Zum Cover brauche ich glaub ich nicht viel sagen, es zieht sich ja durch die Reihe und ich finde jedes Cover einfach klasse. Vor allem, weil es so schlicht gehalten ist..

Klappentext:

Im Frauengefängnis Flodberga herrscht ein strenges Regiment. Alle hören auf das Kommando von Benito Andersson, der unangefochtenen Anführerin der Insassinnen. Lisbeth Salander, die eine kurze Strafe absitzt, versucht tunlichst, den Kontakt zu vermeiden, doch als ihre Zellennachbarin gemobbt wird, geht sie dazwischen und gerät ins Visier von Benitos Gang. Unterdessen hat Holger Palmgren, Lisbeth Salanders langjähriger Mentor, Unterlagen zutage gefördert, die neues Licht auf Salanders Kindheit und ihren Missbrauch durch die Behörden werfen. Salander bittet Mikael Blomkvist, sie bei der Recherche zu unterstützen. Die Spuren führen sie zu Leo Mannheimer, einem Finanzanalysten aus sehr wohlhabendem Hause. Was hat dieser mit Lisbeth Salanders Vergangenheit zu tun? Und wie soll sie den immer schärfer werdenden Attacken von Benito und ihrer Gang entgehen?

Meinung:

Auch hier finde ich, wie auch schon im vierten Teil, hat David Lagercrantz großartige Arbeit geleistet. Das Buch ist ab der ersten Sekunde, oder ab der ersten Seite, spannend durch und durch.
Lisbeth sitzt mal wieder im Gefängnis, was sie aber gar nicht groß zu stören scheint, vorausgesetzt man lässt sie in Ruhe und die Menschen, die zu unrecht ins Visier geraten. 

Sehr spannend fand ich die Geschichte von Lisbeths Vergangenheit, es kommt immer zu Tage, was damals wirklich geschah und auch wie viele Menschen darin involviert sind. Auch den Zusammenhang zu Lisbeths Schwester und Zala, deren Vater. Zalatschenko zieht sich auch wie eine Kakerlake hartnäckig durch die Geschichte... obwohl er schon längst tot ist, bleibt er präsent, was ich sehr toll finde. Auch der Bezug, zu den vorigen Teilen finde ich klasse, denn man hat so das Gefühl nie aus der Geschichte raus zu sein. 

Der Schreibstil ist wie eh und je toll, man kann der Handlung uneingeschränkt folgen. Ich hatte nur am Anfang ein paar Probleme rein zu kommen, das lag aber eher am zuhören. Es ist tatsächlich für mich schwerer der Handlung zu folgen, wenn ich es höre, als wenn ich es lesen würde. Aber ist man erst einmal drin, kann man nicht mehr aufhören. 
Auch die Geschichte um Leo Mannheimer fand ich sehr spannend. Und natürlich die Auflösung des Ganzen, am Ende. Ich war in beiden Geschichten mehr als gebannt und musste mehrfach den Atem anhalten. Einfach klasse..

Man denkt eigentlich: so langsam müsste es doch ein Ende nehmen mit der Geschichte um Lisbeth und Blomkvist, aber es kommen immer wieder neue Dinge zum Vorschein und es wird immer verrückter.. Und doch bleibt es spannend. Und die Geschichte ist keinesfalls vorbei.. 

Fazit:

Ich kann diesem Buch einfach wieder nur 5 von 5 Sternen geben, denn es hat mich von vorn bis hinten komplett überzeugt. 

Freitag, 24. November 2017

Ausradiert

# 66 Rezension zu "Ausradiert" von Martin S. Burkhardt


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Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Luzifer-Verlag
ISBN-13: 978-3958351103


✮✮✮✬✰

Cover:

Das Cover spricht mich ehrlich gesagt überhaupt nicht an, ich kann auch keine Assoziationen zum Inhalt herstellen.
Jedoch passt der Titel grandios zum Inhalt, denn die Charaktere werden quasi aus ihrem Leben ausradiert...

Klappentext:

Wie fühlt sich jemand, der auf einen Schlag für die gesamte Welt unbekannt geworden ist, an den sich weder die eigene Freundin noch die Kollegen erinnern?
Genau das passiert Moritz.
Als er kurz darauf von nebulösen Erscheinungen angegriffen und beinahe getötet wird, ist das erst der Anfang eines schrecklichen Albtraumes.

Meinung:

Die Idee des Buches ist wirklich klasse!! Die Umsetzung ... noch etwas ausbaufähig. 

Ich kam ganz gut in das Buch rein. Der Schreibstil gefiel mir sehr, denn es ging flüssig von der Hand. Zu beginn fand ich das Buch recht langatmig, es war etwas skurril... Urplötzlich kennt kein Schwein mehr Moritz.. Was ist passiert? Sein Schatten sieht anders aus als sonst und er wird von komischen Nebel-Kreaturen aufgesucht. Es scheint als wollten sie ihn töten... doch wieso? Was ist in Moritz´s Leben passiert?
Seine Bankkarte wird eingezogen, sein Ausweis ist ungültig.. er existiert einfach nicht mehr. Nur sein neuer Nachbar Tobias greift ihm unter die Arme. 
Als Moritz andere Leute wie ihn trifft, die dasselbe Schicksal ereilt hat, machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach der Lösung. Was ist mit ihnen passiert.. sie brauchten Antworten.  Eine Reise nach Island soll Aufschluss bringen... doch überall lauert die Gefahr und nicht alle kommen Lebend zurück.

Ich muss sagen, ab dem letzten Drittel bis zum Ende war es wirklich spannend. Sowie sie nach Island aufbrachen. Die Kreaturen fand ich wirklich ekelig und schaurig. Ich mag ja nicht unbedingt Fantasy und in diesem Punkt hat es sich mal wieder bestätigt.. es war mir ein wenig zu skurril. Die Charaktere mochte ich sehr gern, gerade Moritz. Er tat mir so leid, als seine Freundin ihn nicht mehr erkannte, dabei wusste er so viele Dinge und konnte sie trotzdem nicht überzeugen. Auch auf der Arbeit wurde er rausgeschmissen. Selbst sein bester Freund wusste nichts von ihm... 
Wen ich allerdings von Anfang an nicht leiden konnte war Tobias, sein neuer Nachbar. Er kam mir von Anfang an komisch vor... und am Ende sollte sich mein Gefühl bewahrheiten. 
Auch das Ende gefiel mir sehr gut...aber davon verrate ich mal nichts :D 

Fazit:

Ich vergebe dem Buch 3,5 Sterne von möglichen 5, weil mir das Cover gar nicht gefällt, der Anfang bis ca. zur Mitte des Buches sehr langatmig und weniger spannend war und mir das Buch teils etwas zu Skurril war... Dennoch kann ich das Buch Fantasy-Fans empfehlen, die es auch etwas düsterer mögen. 

Verfall

# 65 Rezension zu "Verfall Band 1" von April Nierose


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Taschenbuch: 229 Seiten
Verlag: Independently published
ISBN-13: 978-1973199762


✮✮✮✬✰


Cover:

Das Cover finde ich sehr schlicht, aber sehr passend zum Titel. Man sieht eine Mauer, die einen Riss bekommt, genau wie die menschliche Psyche Risse bekommen kann.. Sehr gut dargestellt, in meinen Augen.

Klappentext:

Hanna befindet sich in einer selbstzerstörerischen Abwärtsspirale, nachdem ihr Leben ein Jahr zuvor durch tragische Ereignisse einen heftigen Einschnitt erlitten hat. 

Als ihr verschwunden geglaubter Freund David plötzlich in ihr Leben zurückkehrt, ohne ihr eine Erklärung für sein Verschwinden zu liefern, häufen sich die Fragen, auf die es keine angenehmen antworten geben kann.

Wer ist Freund und wer seit Langem heimlicher Feind?

Am Rande des Kontrollverlustes und mit einer Spur von Leichen nach sich ziehend beginnt die Suche nach Antworten, doch schnell wird klar, dass dies erst der Anfang ist.



Meinung:

Vom Schreibstil her kam ich ganz gut ins Buch. Doch schnell wurde es mir etwas langweilig und zäh. Auch, wenn ich die Zeitsprünge im Buch sehr gut fand, kam keine wirkliche Spannung bei mir auf. 
Ich konnte teilweise Hannas Gewalttätigkeit nicht nachvollziehen, mir hat dazu ein wenig Hintergrundwissen gefehlt, wieso sie so ist, wie sie ist. Und auch Davids Verschwinden, fand ich sehr merkwürdig. 
Es gab im Buch keine wirklichen Aufklärungen und in meinen Augen sind viele Fragen offen geblieben. Wobei ich hoffe, dass die Fragen in den nächsten Bänden beantwortet werden.
Auch das Verhalten von Davids Schwester war mehr als merkwürdig. Da könnte man es noch auf die Pubertät schieben, aber als sich ein wenig mehr von ihrem bisherigen Leben offenbarte, konnte ich es nicht mehr nachvollziehen. Den Hass auf Hanna konnte ich dann irgendwo nachvollziehen, wobei auch dies auf das kindliche Verhalten zu schieben ist. 

Als Hannas leiblicher Vater, bzw. Erzeuger auftaucht, fühlt Hanna nichts als Wut, was verständlich ist. Und sie will ihn auch nicht kennen lernen. Was mich ein wenig verwunderte war, dass auch er sie nicht kennen lernen wollte, sonder nur einem Versprechen nachging, was er vor vielen Jahren seinem besten Freund versprach - auf seine Kinder aufzupassen, falls ihm etwas passiere. Und das tat er auch, denn die Kinder um die es hier ging, waren David und seine Schwester.. Hanna war ihm egal. Das hat mich echt erschüttert muss ich sagen. 

Was mir gut gefallen hat war, dass es keine typische Familienkonstellation war. Ich mochte Hanna als Charakter am Anfang nicht wirklich, wobei sie mir im Laufe der Handlung etwas sympathischer wurde. Alle Charaktere haben ihre Fehler und es wird gezeigt, dass eben nicht immer alles rosig ist im Leben, dass man sich durchbeißen muss, verzeihen lernen muss und Geduld beweisen muss. Jeder hat seine eigenen Probleme und mit seinen eigenen verborgenen Dämonen zu kämpfen und manchmal muss man sich und seine Handlungen hinterfragen. 

Fazit:

Auch wenn ich der erste Band nicht ganz überzeugen konnte, werde ich die Folgebände im Auge behalten, denn ich bin trotzdem gespannt wie es weiter geht.  
Ich gebe dem Buch 3 1/2 Sterne, da mir zu viel Fragen im Kopf rumschwirren, die Handlung teilweise für mich nicht ganz schlüssig waren und ich finde, dass noch viel Luft nach oben ist... Dennoch kann ich das Buch empfehlen, denn es ist keineswegs schlecht - nur ausbaufähig. :)

Montag, 13. November 2017

Blackout

#64 Rezension zu "Blackout - Morgen ist es zu spät" von Marc Elsberg


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Taschenbuch: 800 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag 
ISBN-13: 978-3442380299


✮✮✰✰✰




Cover:

Das Cover finde ich okay, es ist nicht das spannendste Cover,das muss man schon sagen. Jedoch finde ich die 3D Schrift und die rote Farbe als Eyecatcher sehr passend und der Aus-Knopf, welches das O von Out ziert, trifft den Nagel auf den Kopf. 

Klappentext:

Der Countdown läuft...

An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, die Behörden zu warnen - erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, tauchen in Manzanos Computer dubiose E-Mails auf, die den Verdacht auf ihn selbst lenken. Er ist im Visier eines Gegners geraten, der ebenso raffiniert wie gnadenlos ist. Unterdessen liegt gant Europa im Dunkeln, und der Kampf ums Überleben beginnt...

Meinung/Inhalt:

Der Roman ist bei mir leider durchgefallen und ich habe es nach knapp 350 Seiten, also fast der Hälfte abgebrochen. 
Nach Helix, war es einfach eine Enttäuschung. Ich weiß auch, dass viele meine Meinung nicht teilen, aber das ist ja das schöne, dass jeder ein anderes Empfinden beim Lesen hat und jeder eine andere Meinung vertritt. 

Den Anfang des Buches fand ich super, es ging gleich in die Vollen und ein Unfall jagt den nächsten. Es ist immer wieder erstaunlich, dass, sobald die Ampeln ausfallen, keiner weiß was zutun ist und alle ein Anrecht verspüren als erster fahren zu dürfen. Es ist wie im Winter, kaum fällt die erste Schneeflocke, schon häufen sich die Unfälle. 
Alle glauben, dass der Strom gleich wieder da sein würde aber nichts da... Sie warten vergeblich. Was ich hoch interessant fand, war die Tatsache, was alles nicht mehr funktioniert, wenn der Strom ausgefallen ist. Die Wasserversorgung steht still, kein Licht, kein Kühlschrank, kein nichts geht mehr (bei Stromausfall hier logisch), die Menschen die unterwegs sind, können nicht mehr tanken, denn auch die Zapfsäulen funktionieren nur unter Strom. Die Läden bleiben geschlossen, die Lebensmittel verderben auf lange Sicht. Ein Leben wie im tiefsten Mittelalter... Und die Menschheit ist eigentlich nicht auf solche Katastrophen vorbereitet... ich meine jetzt nicht die Leute ganz oben, die das System am Laufen halten sollen, sondern der Mensch im allgemeinen. Es gibt Leute, die kaufen mehrmals die Woche frisch ein, weil sie kein Fertig-essen, keine Konserven essen möchten. Aber die Leute, die Konserven haben.. halten ein paar Tage länger durch. Und die Menschen, die quasi einen kleinen Bauernhof haben, haben noch mehr glück.. Muss nur eine Lösung gefunden werden, wie man das Essen dann noch zubereitet werden kann. 

Aber das war auch das einzig interessante am Buch, wie ich fand. Es hat mich auch teilweise zum Nachdenken angeregt, doch die Suche der Ursachen für diesen Totalausfall, war mehr als langatmig und öde.. Eigentlich kam die Handlung was das anging nie richtig voran. Es wiederholte sich und las sich irgendwann einfach zäh... Die Medien machten wie üblich Panik, statt zu unterstützen. Ein Lösungsansatz war auch nicht vorhanden.. Und wenn ich mir überlege, dass ich schon fast 400 Seiten gelesen hatte, war es mir ein graus, dass es noch mal 400 Seiten sein sollten. Man kann eine Geschichte auch unnötig in die Länge ziehen, das nimmt aber leider total die Spannung raus.

Fazit:

Ich bin ganz froh, mir ZERO noch nicht gekauft zu haben, und ich werde es auch nicht tun, da ich Angst habe, dass es mich ebenfalls so enttäuscht. Helix immer wieder gern, aber dieses Buch - Blackout - hat mich leider enttäuscht. Daher auch nur 2 von 5 Sternen.. 

Donnerstag, 2. November 2017

Über Bord

#63 Rezension zu "Über Bord" von Paul Tough

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Gebundene Ausgabe: 80 Seiten
Verlag: DUMONT REISEVERLAG

ISBN-13: 978-3770169719


✮✮✮✰✰



Cover:

Das Cover finde ich super, denn es trifft genau meinen Geschmack, wenn es darum geht den Inhalt im Cover wiederzuspiegeln. Auch der Titel verrät natürlich schon worum es geht, erschreckend ist nur immer wieder, dass es wahre Geschichten sind.


Klappentext:

Mitten in der Nacht auf dem Nordatlantik: Durch eine unbedachte Bewegung stürzt John Aldridge über Bord seines Fangboots »Anna Mary«. Ohne Zeugen, ohne Schwimmweste oder Notsignal beginnt für den Fischer ein Albtraum, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint.


Meinung:

Ich finde das Buch geschrieben, aber inhaltlich fehlt mir einiges. Ich war geschockt, wie schnell der Unfall abgehandelt war. Kaum Emotionen, kein großes Drama... ich mein What?!
Im ersten Moment war John noch an Bord und im Nächsten alt schon im Wasser.
Er war bereits stunden im Wasser als seine Eltern davon erfuhren und sie haben kaum Emotionen gezeigt. 
Bzw. es wurde eben nicht darüber geschrieben. Die Mutter war geschockt und der Vater hat es so abgetan mit: "Na ja, er wird bestimmt schon tot sein, so lang wie er schon im Wasser treibt."

Was mir auch nicht gefallen hat war, dass man mehr über den Freund von John Aldridge berichtet wurde,als von ihm selbst, denn er war schließlich über Bord gegangen. Mir fehlten total die Emotionen, die Panik. Selbst wenn man auf solche Eventualitäten vorbereitet ist, kann mir keiner erzählen, dass man dann die Ruhe selbst ist, wenn wirklich mal etwas passiert.

Es wurde auch nichts mehr darüber geschrieben, wie die Familie reagiert hatte, als er gerettet wurde... Ich mein ja, es gab Bilder und Bilder sprechen teils für sich, aber ein wenig Text darüber hätte ich mich auch gefreut.


Fazit:

Also mich hat das Buch eher weniger überzeugt. Die Geschichte ist tragisch ja, aber man hätte viel mehr Emotionen reinstecken können, es wurde mir zu schnell abgehandelt alles. Daher gibt es von mir auch nur 3 von 5 Sternen.