Montag, 31. Juli 2017

Die Bestimmung des Bösen

# 46 Rezension zu  "Die Bestimmung des Bösen" von Julia Corbin

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Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Diana Verlag
ISBN: 978-3-453-35934-5

Ein sehr fesselndes, brutales, spannendes und faszinierendes Buch - ein MUSS für jeden Thrillerliebhaber!!

Cover:

Das Cover ist schlicht, dennoch sehr aussagekräftig durch die rote, hervorstechende Schrift. Auf dem gesamten Buch sind Blutspritzer verteilt.. was darauf schließen lässt, dass es in diesem Buch blutig zugeht.

Klappentext:

"Schließe deine Augen und zähl bis hundert."
Dies sind die letzten Worte, die Alexis von ihrem Vater hört. Kurz darauf sind ihre Eltern tot, und das kleine Mädchen bleibt als Waise zurück, verfolgt von traumatischen Erinnerungen...

Zwei tote Frauen, bis zur Unkenntlichkeit entstellt, abgelegt in einem Waldstück am Rhein. Es ist der Beginn einer brutalen Mordserie, bei der die Mannheimer Kommissarin Alexis Hall die Ermittlungen leitet. Einzig die Insekten, die von den Leichen Besitz ergriffen haben, liefern erste Hinweise über die Todesumstände. Noch während die Kriminalbiologin Karen Hellstern unter Hochdruck versucht, den Tathergang anhand von Maden und Käfern zu rekonstruieren, kommt es zu weiteren Morden. Doch der Täter scheint sein Muster geändert zu haben. Als Alexis die Opfer sieht, könnte ihr Schock nicht größer sein: Denn die weißen Anemonen, mit denen die toten Frauen nun geschmückt sind, kennt die nur zu gut - aus ihrer eigenen Kindheit...





Meinung:

Ich bin schwer begeistert von diesem Thriller. Ich habe im Vorfeld schon einiges Gutes über das Buch gehört und kann es nun selbst auch bestätigen. 
Mir gefallen die Charaktere der Hauptpersonen Alexis Hall und Karen Hellstern. Sie sind Freundinnen, die beide Ihre Probleme haben und den anderen nicht groß damit belasten wollen, doch beide merken, wenn etwas mit dem anderen nicht stimmt. Auch Alexis Partner Oliver ist mir sehr ans Herz gewachsen. Er besitzt genau das richtige Maß an Humor und Ernsthaftigkeit. Auch er merkt sofort, wenn es seiner Partnerin nicht gut geht, nur öffnet sie sich ihm nicht... zumindest nicht sofort.

Alexis hat das Gefühl durchzudrehen.. jeden Tag ein Stück mehr. Sie erfährt, wenn auch teils widerwillig einiges mehr über ihre Vergangenheit. Sie muss es einfach wissen.. In ihr steckt das Böse. Wie soll sie nur damit umgehen?! 
Ihre Familiengeschichte könnte nicht schlimmer sein..doch von ihren Adoptiveltern würde sie sehr geliebt, wenn auch vielleicht etwas skurriler was den Adoptivvater betrifft. 

Karen erinnert mich sehr stark an Dr. Mark Benecke... Ich hoffe ihr wisst wen ich mein ;) .. So ekelig ihre Arbeit auch ist, genauso faszinierend ist sie. Es ist total irre, was sich alles anhand der Maden und Insekten auf Leichen erschließen lässt. Die Szenen mit der Arbeit an den Leichen ist irre gut gezeichnet. Definitiv nichts für schwache Nerven ... wobei ich sagen muss!! Als Film würde ich sowas nicht schauen... *Albträume* 

Das Buch ist wirklich krank ! .. Haha.. jetzt werden einige denken: Hä?! Ich denke es ist gut.
Ja.. es ist gut, unfassbar gut, aber auch krank! Aber genau das mag ich so an dem Buch.. teils krank, teils verworren.. 
Es ist der erste Thriller, bei dem ich Rotz und Wasser geheult habe. Ich bin wirklich sehr schmerzfrei was die Ermordung und Verstümmelung von Menschen angeht, aber sobald es Tiere betrifft, ist es auch bei mir rum! 

Fazit:

Das Buch konnte ich tatsächlich kaum aus der Hand legen. Das Ende war absolut nicht vorhersehbar, es hat mich sehr überrascht wer am Ende der Täter war. Einfach grandios.. ich hoffe bald mehr von der Autorin lesen zu dürfen!! Es gibt von mir volle 5 Sterne und eine UNBEDINGTE Kaufempfehlung!!!

Freitag, 28. Juli 2017

Claire

#45 Rezension zu "Claire" von Nathalie C. Kutscher

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  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Books on Demand
  • ISBN-13: 978-3744839112

Ein grandioser Roman, der mir viel Freude bereitet hat.

Cover: 

Das Cover ist ein Traum <3 Als ich es sah, war es sofort um mich geschehen und ich wollte dieses Buch haben! Und ich hatte die Ehre es im Rahmen einer Leserunde zu lesen...

Klappentext:


Die Malerin Claire Sawyer geht 1919 zum Studieren nach New York. Schnell freundet sie sich mich Josephine an, die das genaue Gegenteil der schüchternen Claire ist. Obwohl die beiden sich näher kommen, ahnt Claire, dass Josephine Geheimnisse hat, die ihrer Beziehung immer wieder im Weg stehen. Um ihre Lieber dennoch aufrechtzuerhalten, verheiratet sich Claire mit einem Mann, doch ihr Leben wird immer wieder auf den Kopf gestellt, nicht zuletzt deswegen, weil Josephine sich in den Kreis der Mafia aufhält.Eine Liebesgeschichte, die in den wilden Zwanzigern beginnt und Jahrzehnte überdauert.

Meinung:


Die Geschichte um Claire und Josi ist wirklich grandios... verrucht und verwegen. In dem Roman werden Probleme aufgegriffen, die es zur damaligen Zeit gab..um nur ein paar Beispiele zu nennen: Frauen die sich emanzipieren, schwarze Frauen, gleichgeschlechtliche Beziehungen...

Mir hat der Roman wirklich sehr gut gefallen, und ich liebe Romane aus dieser Zeit. Es liest sich sehr flüssig und macht Spaß der Handlung zu folgen. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und man kann sich gut in die einzelnen Personen hineinversetzen. Claires Mama ist auch super getroffen, genauso stellt man sich eine Hausfrau in der Zeit um 1920 vor. 


Ich kann das Buch jedem empfehlen!! Volle verdiente 5 Sterne :)

Das Versprechen eines Sommers

# 44 Rezension zu " Das Versprechen eines Sommers" von Lucy Foley

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  • Broschiert: 435 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag
  • ISBN-13: 978-345836278

Ich habe mir vom Titel her zu viel versprochen...

Cover:

Das Cover gefällt mir unheimlich gut. Es ist mit eines der schönsten Cover, die in meinem Bücherregal Platz gefunden haben. 

Klappentext:


Rom, 1953. Der Zufall führt Hal und Stella eines Nachts zueinander - für beide in Moment des absoluten Glücks. Doch schon am nächsten Morgen ist Stella verschwunden.
Ein Jahr später begegnen sie sich wieder, inmitten einer illustren Gesellschaft an Bord eines Schiffs, das die ligurische Küste entlang segelt. Doch diesmal unter Umständen, die ihnen beiden zum Verhängnis werden könnten...






Meinung: 


Der Klappentext klingt spannender als die Handlung dann tatsächlich ist. Ich fand es am Anfang sehr interessant, dass es aus der Sicht eines Mannes geschrieben war ... das hatte ich bisher nicht sehr oft. Doch dann wurde auch aus der Perspektive von Stella geschrieben, was das ganze noch interessanter und spannender machte. Zumindest am Anfang.

Ich fand die Geschichte um Stella, als sie noch ein Kind war, viel interessanter als die der erwachsenen Stella. Mich haben ihre Gefühle, als sie ihren Vater und ihren Bruder im Krieg verlor total ergriffen. Wie sie zu ihrem Mann gekommen ist, war zu der Zeit wahrscheinlich nicht mal ungewöhnlich, jedoch hat sie sich total selbst verloren.. Zudem die Ausrede von ihrem Mann am Ende des Buches auch sehr lahm war. "Ich dachte sie würde aus mir einen besseren Menschen machen".. bla bla.. Sorry, aber dann hätte er sich auch selbst ein wenig anstrengen müssen. 

Der Schreibstil selbst war vollkommen in Ordnung und dennoch brauchte ich ewig, um voran zu kommen. Der Inhalt war teils spannend und teils sehr langatmig und langweilig. Mir fehlten an manchen Stellen, wie beispielsweise beim Kompass, Informationen. Man hätte es so in der Form getrost weglassen können. Teilweise war es auch wieder skurril und nicht realitätsgetreu. 

Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich keinen Zusammenhang von Titel und Inhalt sehe... Da mögen vielleicht andere anderer Meinung sein, aber für mich hat es rein gar nichts mit einem Versprechen an sich.

Alles in allem war es ok..  Mehr als 3 Sterne kann ich leider nicht vergeben.