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Freitag, 24. November 2017

Verfall

# 65 Rezension zu "Verfall Band 1" von April Nierose


Bild von Amazon

Taschenbuch: 229 Seiten
Verlag: Independently published
ISBN-13: 978-1973199762


✮✮✮✬✰


Cover:

Das Cover finde ich sehr schlicht, aber sehr passend zum Titel. Man sieht eine Mauer, die einen Riss bekommt, genau wie die menschliche Psyche Risse bekommen kann.. Sehr gut dargestellt, in meinen Augen.

Klappentext:

Hanna befindet sich in einer selbstzerstörerischen Abwärtsspirale, nachdem ihr Leben ein Jahr zuvor durch tragische Ereignisse einen heftigen Einschnitt erlitten hat. 

Als ihr verschwunden geglaubter Freund David plötzlich in ihr Leben zurückkehrt, ohne ihr eine Erklärung für sein Verschwinden zu liefern, häufen sich die Fragen, auf die es keine angenehmen antworten geben kann.

Wer ist Freund und wer seit Langem heimlicher Feind?

Am Rande des Kontrollverlustes und mit einer Spur von Leichen nach sich ziehend beginnt die Suche nach Antworten, doch schnell wird klar, dass dies erst der Anfang ist.



Meinung:

Vom Schreibstil her kam ich ganz gut ins Buch. Doch schnell wurde es mir etwas langweilig und zäh. Auch, wenn ich die Zeitsprünge im Buch sehr gut fand, kam keine wirkliche Spannung bei mir auf. 
Ich konnte teilweise Hannas Gewalttätigkeit nicht nachvollziehen, mir hat dazu ein wenig Hintergrundwissen gefehlt, wieso sie so ist, wie sie ist. Und auch Davids Verschwinden, fand ich sehr merkwürdig. 
Es gab im Buch keine wirklichen Aufklärungen und in meinen Augen sind viele Fragen offen geblieben. Wobei ich hoffe, dass die Fragen in den nächsten Bänden beantwortet werden.
Auch das Verhalten von Davids Schwester war mehr als merkwürdig. Da könnte man es noch auf die Pubertät schieben, aber als sich ein wenig mehr von ihrem bisherigen Leben offenbarte, konnte ich es nicht mehr nachvollziehen. Den Hass auf Hanna konnte ich dann irgendwo nachvollziehen, wobei auch dies auf das kindliche Verhalten zu schieben ist. 

Als Hannas leiblicher Vater, bzw. Erzeuger auftaucht, fühlt Hanna nichts als Wut, was verständlich ist. Und sie will ihn auch nicht kennen lernen. Was mich ein wenig verwunderte war, dass auch er sie nicht kennen lernen wollte, sonder nur einem Versprechen nachging, was er vor vielen Jahren seinem besten Freund versprach - auf seine Kinder aufzupassen, falls ihm etwas passiere. Und das tat er auch, denn die Kinder um die es hier ging, waren David und seine Schwester.. Hanna war ihm egal. Das hat mich echt erschüttert muss ich sagen. 

Was mir gut gefallen hat war, dass es keine typische Familienkonstellation war. Ich mochte Hanna als Charakter am Anfang nicht wirklich, wobei sie mir im Laufe der Handlung etwas sympathischer wurde. Alle Charaktere haben ihre Fehler und es wird gezeigt, dass eben nicht immer alles rosig ist im Leben, dass man sich durchbeißen muss, verzeihen lernen muss und Geduld beweisen muss. Jeder hat seine eigenen Probleme und mit seinen eigenen verborgenen Dämonen zu kämpfen und manchmal muss man sich und seine Handlungen hinterfragen. 

Fazit:

Auch wenn ich der erste Band nicht ganz überzeugen konnte, werde ich die Folgebände im Auge behalten, denn ich bin trotzdem gespannt wie es weiter geht.  
Ich gebe dem Buch 3 1/2 Sterne, da mir zu viel Fragen im Kopf rumschwirren, die Handlung teilweise für mich nicht ganz schlüssig waren und ich finde, dass noch viel Luft nach oben ist... Dennoch kann ich das Buch empfehlen, denn es ist keineswegs schlecht - nur ausbaufähig. :)

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